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Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft – Freunde Taiwans und 60 Abgeordnete des Deutschen Bundestages fordern die Einbeziehung Taiwans in die WHO
07.04.2020. Ende Mai findet in Genf die Weltgesundheitsversammlung (WHA) statt. Zum wiederholten Male kann Taiwan nicht teilnehmen. In einem Brief an den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, fordern die DCG – Freunde Taiwans und Abgeordnete unterschiedlichster Fraktionen die WHO auf, Taiwan durch einen Beobachterstatus eine konstruktive Mitarbeit in der WHO/WHA zu ermöglichen. Im Zeichen der aktuellen globalen Corona-Krise halten wir es für wichtiger denn je, uns für eine flächendeckende, internationale Zusammenarbeit im Gesundheitswesen einzusetzen.

Lesen Sie hier die Petition im Wortlaut:
Viren kennen keine Grenzen! Für eine Einbeziehung Taiwans in die WHO!

Vom 17. bis 21. Mai 2020 findet in Genf die diesjährige Weltgesundheitsversammlung (WHA) statt. Im Zeichen der aktuellen globalen Corona-Infektionswelle halten wir es für wichtiger denn je, uns für eine flächendeckende, internationale Zusammenarbeit im Gesundheitswesen einzusetzen. Wir fordern die WHO auf, Taiwan durch einen Beobachterstatus eine konstruktive Mitarbeit in der WHO/WHA zu ermöglichen.

Außerdem fordern wir dringend dazu auf, die inkorrekte Einstufung von Taiwan als Teil der Gerichtsbarkeit Chinas in der WHO-Statistik umgehend zu korrigieren. Die aktuelle Einordnung ist irreführend und führt vermehrt zu Missverständnissen. Taiwan hat eine souveräne Regierung und ein von der VR China getrenntes Gesundheitswesen.

Jedes Land hat ein existenzielles Interesse daran, bei Fragen von Leib und Leben ein Mitspracherecht für seine Bürger wahrzunehmen. Wenn ein Staat aber von der Weltgesundheitsversammlung ausgeschlossen ist, ist er auch von den wichtigen Kommunikations- und Informationskanälen abgeschnitten. Das stellt ein enormes Risiko für die Menschen vor Ort dar. Eine Einbindung Taiwans sollte aber auch im Interesse aller Staaten liegen. Denn als zentraler Umschlagplatz für Verkehr und Handel ist Taiwan mit seinen 23 Millionen Einwohnern eng in den internationalen Verkehr von Personen und Waren eingebunden. Bei der Prävention und Bekämpfung von Krankheiten und Seuchen muss jedes Land eingebunden sein!

Anita Schäfer MdB, Vorsitzende der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft e.V. – Freunde Taiwans
„Die Diskriminierung der Menschen in Taiwan steht im Gegensatz zu den Werten und Überzeugungen der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsversammlung. Denn wie die SARS-Epidemie in 2003 gezeigt hat, machen Krankheiten und Seuchen nicht vor Landesgrenzen Halt. Viren kennen keine Grenzen und keine Politik. Im Zeitalter der Globalisierung ist jedoch die flächendeckende, internationale Zusammenarbeit im Bereich des Gesundheitswesens notwendiger denn je!“

Dr. Marcus Faber, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft e.V. – Freunde Taiwans:
„Auf den Ausbruch von COVID-19 war das kleine demokratische Taiwan besser als alle anderen vorbereitet und ging effektiv gegen die Ausbreitung vor. Die Maßnahmen Taiwans haben dazu geführt, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf der Insel bei über 23 Millionen Einwohnern weniger als 50 Fälle und bisher nur einen Todesfall gibt. Taiwans Expertise muss in dieser Ausnahmesituation dringend in die WHO integriert werden, damit wir COVID-19 effektiv bekämpfen zu können.“

Erwin Rüddel MdB, Vorsitzender Ausschuss für Gesundheit:
„Auch international engagiert sich Taiwan stark im Bereich Gesundheit: nach Auskunft seines Außenministeriums hat Taiwan seit dem Jahr 1996 Milliarden US$ für Kampagnen medizinischer und humanitärer Hilfe aufgewandt, was sicherlich Millionen von Menschen in über 80 Ländern zugutekam. Deshalb wäre es meines Erachtens nicht nur ein Gewinn für Taiwan, an der WHA teilzunehmen, sondern auch die WHA würde von dem großen gesundheitspolitischen Engagement Taiwans profitieren. Nur wenn wir keine weißen Flecken auf der Weltkarte haben, kann ein gutes globales Krisenmanagement gelingen.“


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